Durch einen Tweed von Klaus Eck, bin ich auf eine sehr emotional geführte Debatte im Handelsblatt zu einem Artikel mit dem Titel: “Indiskretion Ehrensache” von Thomas Knüwer, gestoßen.
Einige Leser stellen alle Formen des modernen Customer Relationship Managements (CRM) in Frage. Diese Systeme werden eingesetzt um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Grundlage dafür sind erhobene Daten über die Vorlieben der Kunden.
Amazon hat das soweit optimiert, dass ich auf Grund meiner Einkäufe, wahrscheinlich auch auf Basis meines Clickverhaltens, personalisierte Empfehlungen erhalte -über die ich mich freue.
Die Kommentare zum Artikel haben mich veranlasst ebenfalls meine Meinung kundzutun:
Der Komentar:
Besonders intelligent kann das datengestützte Vorschlagswesen nicht sein, da es mir noch immer Bücher und Videos von “Bob der Baumeister” vorschlägt. Es stimmt allerdings, dass ich vor acht Jahren, als meine Kinder noch kleiner waren einige Artikel aus dieser Reihe gekauft habe.
Ansonsten bin ich persönlich sehr dankbar für Vorschläge und Empfehlungen, die für mich persönlich erstellt werden. Ich denke nicht, dass ich ein lohnendes Ziel für die Nachforschungen von Nachrichtendiensten bin. Schon als junge Offiziersanwärter haben wir ständig darauf gewartet, dass uns dralle weibliche Stasi-Offiziere verführen um uns die Geheimnisse unserer Landesverteidigung zu entlocken. Sie sind aber nie gekommen.
Wer Paranoia entwickelt, sollte grundsätzlich das Haus nicht mehr verlassen, weil die Straßen, Bahnhöfe und U-Bahnstationen sind voll von Videoüberwachungskameras.
Für meine Person ersuche ich mit einem ausdrücklichem “opt in” an alle Unternehmen, mir bitte die Werbung zuzustellen, die mich mit hoher Wahrscheinlichkeit anspricht. Dafür dürfen sie auch einige Daten von mir speichern. Angesichts der Datenmengen, können sie ohnedies nur nach Profilen suchen. Es sei denn, eine dralle weibliche Spionin arbeitet verdeckt im Versandhandel und möchte mir meine Geheimnisse entlocken:).
