Mit diesem Artikel unterbreche ich meinen Zyklus rund um mögliche Abdichtungsmaßnahmen zum Bohrloch im Golf von Mexiko einmal, da ich davon ausgehen muss, dass bei einem Aufwand von $ 2.000.000.000,– alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, die denkbar und technisch durchführbar sind.
Wie schaut aber das Havariekonzept für alle weiteren Tiefseebohrungen aus. Nahezu alle Betreiber und Errichter von Anlagen müssen eine Sicherheitsanalyse für gefahrengeneigte Anlagen erstellen. Dabei werden auf der einen Seite mögliche Gefahrenpotentiale, auch mit niederer Eintrittswahrscheinlichkeit, erfasst. Auf der anderen Seite werden Maßnahmen aufgelistet, die im Krisenfall zur Abwehr eingeleitet werden. Das bedeutet, dass ein positives Genehmigungsverfahren nur dann erfolgen kann, wenn die technische Beherrschbarkeit von Unfällen gewährleistet ist.
Viele Fragen bleiben offen. Wurde trotz der hohen Kosten alles erdenklich Mögliche durchgeführt? Gibt es eine Aufsichtsbehörde, die Genehmigungsverfahren durchführt und eine wirkungsvolle Einhaltung der Auflagen überprüft? Oder ist auch in diesem Bereich der Welt die Korruption der Ersatz für fachkundige Behördenarbeit?
